Wie alles Begann

Erste Erwähnung Ölbach und Claasbruch

Im Jahr 1288, in der Zeit der Schlacht von Worringen, regierte Adolf V . Graf von Berg über das Bergische Land . Vielleicht wurde er auch von Bauern aus Neukirchen und der Biesenbach in der Schlacht unterstützt.
Die Neukirchner Zehntrolle, die um 1300 niedergeschrieben wurde, enthält 95 Namen von Abgabepflichtigen. Neben den Rittersitzen Atzlenbach und Diepental, werden die Orte Imbach, Hüscheid, Pattscheid, Ramberg und die freien Höfe Bruch, Oberölbach, Grund, Claasbruch und Unterölbach in ihr erwähnt. Die Orte der Gemeinde Bergisch Neukirchen, die hier noch nicht genannt sind, existierten
wahrscheinlich in der damaligen Zeit auch schon. Aus der oben angesprochenen Neukirchner Zehntrolle ergibt sich für viele Ortschaften im heutigen Bergisch Neukirchener Gebiet eine Ersterwähnung von 1299.
Zu dieser Zeit regierte Wilhelm, der I. Graf von Berg, das Bergische Land. Das deutsche Reich wurde von König Abrecht I. regiert und der Bischoff von Rom war Papst Bonnifatius der VIII.

Erste Erwähnung Biesenbach

Die Biesenbach wurde 1506 erstmalig erwähnt. Der„ rector oder pastor zu Neuwenkirchen “, stiftete eine Vikarie. Dazu zitiert Erich von Dreusche (ehemaliger Pfarrer von Neukirchen): Kirstgen (Christian) von der Kalterherberge 1487 – 1515 verdient besondere Beachtung (nicht nur was die Schulgeschichte von Neukirchen betrifft). Er hat sein Vermögen der Kirche vermacht zur Stiftung einer , Vicarie’. Aus der , Vicarie’ ist die Schule von Neukirchen hervorgegangen . Sein Testament befindet sich in Original und Abschrift im Pfarrarchiv
von Bergisch Neukirchen. Es enthält nicht weniger als 23 Rentbriefe über Grundstücke, die zum Teil weit außerhalb lagen.
Einer dieser Rentbriefe hat folgenden Inhalt:

11 . November 1506 Rentbrief von 5 Mark aus einer Wiese im Kirchspiel Lützenkirchen von Johann, Evert und Emunden, Hennessen Kinder in der Biesenbach, und seine Frau Katharina, Kirchspielsleute zu Lützenkirchen verkaufen dem Pastor Kerstgen zu Neukichen 5 Mark. In diesem Brief ist nun die Biesenbach erstmalig erwähnt, es ist aber wahrscheinlich, dass es diese Hofschaft ähnlich wie Claasbruch und Ölbach schon früher gegeben hat. Was die Biesenbach selber betrifft, gibt es nur wenige, schriftliche Informationen über die Menschen und Ereignisse aus dieser Zeit. Nicht zu vergessen, dass das älteste Haus von Leverkusen in der Biesenbach steht.
In dieser Zeit regierte Wilhelm IV., Herzog von Jülich-Berg und Ravensberg das Bergische Land. Maximilian der I. von Habsburg war König im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und Papst Julius der II. war Bischof von Rom.
Christoph Kolumbus, der Entdecker Amerikas, starb in Spanien und für den Petersdom in Rom wurde der Grundstein gelegt. Martin Luther weilte in Erfurt im Kloster der Augustinereremiten.

Namensgebung

Ober- und Unterölbach (Euulbag) tragen ihre Namen wohl nicht nach Ölmühlen, die hier gelegen haben könnten und auch nicht nach Eulen . Es liegt die Vermutung nahe, dass sie nach einer Aue-Wiese, der sie oberhalb und unterhalb
vorgelagert waren, benannt sind.

Die Biesenbach wurde zuerst unter dem Namen „Bißenbach” genannt. Dieser Name soll sich auf die auch heute noch in diesem Gebiet anzutreffenden Binsen zurückführen lassen.

Weitere Erwähnungen

Die nächsten Hinweise zur Biesenbach findet man unter anderen in den Registern der Kirchengemeinde Bergisch Neukirchen:

12.01.1618
Jacob Wirtz zu Heuscheid mit seinem Erbgut zum Claßbruch, das er von Johann Flandrian erkauft mit dem Weg oben vom Nonnebruch, für Tringen, seine Ehefrau und die Kinder, auch für seine Pflegekinder in der Biesenbach, des sei. Pastors Johann Wolfstalls hinterlassene Kinder und für seine Brüder Jan Wirtz zu Pattscheid und Peter Wirtz zu Imbach, zugleich als Vormünder seiner Kinder bestellt; Zeugen: Johann Hoffacker, Scheffe am Gericht zu Schlebusch, Johann Wirtz zu Pattscheid und Johann Gosser zu Heuscheid.

20.09.1626 Johann in der Biesenbach heiratet Dreutgen Flabb
1682 Heußgen, Theel (Witwer von Triugen Gierlichs in der Biesenbach) heiratet Catharina Johannsen (Witwe von Gottschalk Mortens )

Im Jahre 1673 standen in der Biesenbach sieben Häuser. Das älteste Haus Leverkusens (Biesenbach 33) steht in der Biesenbach und wurde im 16. Jahrhundert gebaut. Auf dem Claasbruch wurden zwei und in der Ölbach ein Haus gezählt. Zu den sieben Häusern in der Biesenbach gehört auf jeden Fall das eben erwähnte älteste Haus Biesenbach 33, sowie die Gebäude Biesenbach 13 – 17.